Mountains
Die Fotografie verweigert Übersicht. Statt Panorama gibt es Brüche, Risse, Gerölllinien, die sich wie Narben durch die Flanke ziehen. Luft und Stein stehen in einem kalten Gleichgewicht, das jede Form von Romantik ausschließt.
Was sichtbar bleibt, ist ein kontrolliertes Dunkel. Die Bearbeitung verdichtet die Oberfläche, zieht das Bild in eine tonale Enge, in der jede Struktur zählt. Licht ist hier kein Mittel der Schönheit, sondern der Präzision. Es legt Schichten frei, ohne sie weichzuzeichnen.
So wird der Berg nicht zur Kulisse, sondern zur Masse. Eine Präsenz, die nicht einlädt, sondern konfrontiert. Die Wolken sind keine Atmosphäre, sondern Bewegung — ein Hinweis darauf, dass auch diese scheinbar festen Formen Teil eines fortlaufenden Prozesses sind.

